Weniger Aufwand, mehr Sicherheit


Digitalisierung Küche Beitrag der Woche GV-Experten

Die Digitalisierung ist zwar in vollem Gange, dennoch zeigen beispielsweise Care-Küchen noch deutliche Defizite. In der Dr. Georg Frank-Altenhilfe-Stiftung reduziert nun eine Software zur Vernetzung einzelner Arbeitsprozesse unter Einsatz einer einheitlichen Datenbasis den administrativen Aufwand bei der Menüplanung.

„Bis Anfang 2020 haben wir zur Erstellung unserer Speisenpläne noch mit einer Software gearbeitet, die Michaela Kürzinger Dr. Frank-Altenpflege-StiftungLieferanten gebunden war“, erklärt Michaela Kürzinger, kaufmännische Leitung und stellvertretende Einrichtungsleitung der Dr. Georg Frank-Altenhilfe-Stiftung in Stadtbergen bei Augsburg gleich zu Beginn unseres Gesprächs. „Wollten wir also zusätzlich Waren von anderen Anbietern beziehen, konnten eben diese nicht in der Software zur Planung unserer Menüs eingearbeitet werden.“ Mit mehreren Systemen zu arbeiten kam für das vierköpfige Team um Küchenleiterin Anica Ledic nicht in Frage: „Es wäre unmöglich unsere Speisenkomponenten im Sinne der gegebenen Deklarationspflicht allesamt manuell zu erfassen. Dafür hätten wir im Küchenalltag schlichtweg nicht die Zeit“, erklärt die 54-Jährige.

Seit 2008 kontrolliert der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) innerhalb seiner 82 Qualitätskriterien zur Prüfung von Pflegeheimen auch de Vollumfängliche Versorgung der Heimbewohner. Dazu gehört die Speiseversorgung, vor allem die Unterstützungsmaßnahmen durch die bedarfsgerechte Ernährung bei Bewohnern mit Krankheitsbild bedingtem Risiko. Um gezielte Unterstützung zum Wohle der Bewohner in der Speiseversorgung geben zu können, sind die Nährwertangaben je Zutat, Menü notwendig. Dies ist ohne Software und Nährwertangaben je genutztes Produkt nur mit sehr großem Aufwand für Küchenverantwortliche möglich. 2014 kam dann mit der Einführung der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) auch noch die verpflichtende Allergenkennzeichnung dazu. Die Folge: „Völlig überforderte Küchenleiter“, bestätigt Kai Zeumer, Leitung Key Account Management Deutschland bei Sanalogic.

 

Einheitliche Datenbasis
Während also in so mancher Küche die Menü- und Rezeptplanung nach wie vor noch als Excel-Liste angelegt und Bestellungen per E-Mail oder Telefon getätigt werden, hat sich Michaela Kürzinger zur Optimierung der Verpflegungssituation in ihrer Einrichtung für die Software-Lösung von Sanalogic entschieden. „Einen sechs Wochen rollierenden Speisenplan mit rund 120 Mittag- und 85 Abendessen täglich zu erstellen ist seither kein Problem mehr. Vor allem der Austausch einzelner Komponenten beispielsweise durch saisonal bedingte Änderungen ist ein Klacks.”

 

„Die Menüplanung wird durch bereits hinterlegte Nährwertangaben

erheblich erleichtert.“ Kai Zeumer, Sanalogic

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