GV der Zukunft

Wie geht es weiter? Unsere offene Diskussion

Die Fachgruppe “GV der Zukunft” stellt Fragen, die in unseren themenspezifischen Foren beantwortet und mit allen Mitgliedern diskutiert werden.

Christian Kolb, FCSI, Geschäftsführer bei artichoc
Thomas, Mertens, FCSI, Inhaber von S.A:M Strategy Consultants

Die Fachgruppenleiter Christian Kolb und Thomas Mertens bitten darum, die jeweilige Frage eng bezogen auf den angesprochenen Punkt zu beantworten. Ziel der Aktion ist es, ein buntes, interdiszipläres Meinungsbild zusammenzusetzen, das sukzessive um weitere Aspekte wächst.


Lesen Sie hier Auszüge aus den Foren:

Stefanie Heutling:
Ein Ernährungswandel hin zu mehr pflanzlichen Gerichten findet in Industrieländern seit vielen Jahren statt. Aktuell nimmt dieser Trend deutlich an Fahrt auf – und es ist anzunehmen, dass er nicht zuletzt durch die Auswirkungen von COVID-19 beschleunigt wird. In Zeiten globaler Krisen werden sich Menschen ihrer eigenen Gesundheit verstärkt bewusst und legen größeren Wert auf eine ausgewogene sowie nachhaltige Ernährung. Dazu zählt auch, weniger Fleisch zu konsumieren, und das zeichnet sich bereits deutlich ab: Die geschätzten Verluste für die Fleischindustrie im Jahr 2020 werden laut CB Insights mehr als 20 Milliarden Dollar betragen.

Und die Vermutung liegt nahe, dass die Nachfrage nach sicheren und gesunden Lebensmitteln mit Fortschreiten der Krise noch weiter steigen wird. Pflanzliche Produkte sind ihren tierischen Pendants hier oftmals voraus, unter anderem weil sie weniger leicht verderblich sind und die Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten unterstützen können. Der Produktionsweg tierischer Produkte ist äußerst lang und störanfällig. Vom Futtermittelimport über Aufzucht und Tiertransport bis hin zur leichten Verderblichkeit der Produkte – die Wertschöpfungskette ist global vernetzt und jeder dieser Schritte anfällig für Unterbrechungen. Was daraus folgt, ist eine Bedrohung für die globale Ernährungssicherheit, die uns alle treffen würde. „Verbraucher werden hingegen diejenigen Unternehmen belohnen, die die Sache in die Hand nehmen und soziale Probleme angehen“, schreibt der „Food & Drink Trends 2030“-Report des Marktforschungsinstituts Mintel. „Die Unternehmen, die sich in den nächsten 10 Jahren durchsetzen werden, sind diejenigen, die eine neue Ära bewussten Konsums vorantreiben.“

Ernährung

Jörg Schielein:

Die etablierten Vertragsformen haben sich im Wesentlichen bewährt. Vielfach konnten partnerschaftliche Lösungen gefunden werden. Dennoch muss bei der künftigen Vertragsgestaltung besonderes Augenmerk auf folgende Fragen gelegt werden: Ist der Vertrag auf Mengenänderungen ausreichend gut vorbereitet (gibt es Mindestabnahmen, eine Basis-Vergütung, die auch dann anfällt, wenn keine/weniger Essen vorgehalten werden) und bietet der Vertrag die Option erforderliche Zusatzleistungen (Hygiene, etc.) Veränderungen der Entgeltstruktur zu begründen.

Recht

 

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